[Markdown] 

Hubzilla in der Dose (HiD): 2 – SSH und FTP einrichten

2 – SSH und FTP einrichten

img

Der Raspi soll irgendwann ja ganz unauffällig und geräuschlos neben dem Router im Regal liegen… Monitor, Tastatur und Maus würden da stören und sind auch nicht nötig, solange man ohnehin einen „richtigen“ Computer (wobei… der Raspi ist durchaus ein richtiger Computer… echt leistungsfähig, die kleine Schachtel) am Router zu hängen hat… oder woanders mit Internetzugang.

SSH

Was es am Raspi als Server/Hub zu tun gibt, erfolgt ohnehin auf der Textkonsole und kann mit SSH-Zugriff bequem vor anderen Rechner aus erfolgen.

SSH sollte bereits bei Raspbian installiert sein, es muss nur aktiviert werden. Das erledigt man am besten mit dem Tool „raspi-config“:

sudo raspi-config

Nun kommt es auf die Version an, wo man die Aktivierung von SSH findet… bei meiner Version ist die Aktivierung unter „5 Interfacing Options -> P2 SSH“ zu finden. Hier kann SSH aktiviert werden.

img

img

Bei mir hängt der Raspi am heimischen Router… diese und alle weiteren Beschreibungen beziehen sich damit auch auf solch einen Anwendungsfall.

Um nun vom „normalen“ Rechner (nenne ich ab jetzt nur noch Rechner), der ebenfalls am Router hängt, auf den Raspi zugreifen zu können, muss man die interne IP kennen, die vom Router für den Raspi vergeben wurde.

Um die IP herauszufinden gibt man beim Raspi

ifconfig

ein. In der Ausgabe erfährt man dann die interne IP… z.B.

eth0: flags=4163  mtu 1500
        inet 192.168.1.6  netmask 255.255.255.0  broadcast 192.168.1.255

Alternativ kann man am Rechner das Webinterface des Routers aufrufen und sich dort die angeschlossenen Geräte anzeigen lassen.

Nun kann man vom Rechner aus in einer Konsole

ssh pi@192.168.1.6

eingeben (ich nutze hier und künftig die IP aus dem Beispiel oben 192.168.1.6… das muss man natürlich an seine eigenen Verhältnisse anpassen, also die IP des eigenen Raspi verwenden).

Es wird nach dem Passwort des Benutzers „pi“ gefragt, das man blind eingeben muss… und schon ist man auf dem Raspi eingeloggt und man arbeitet, als säße man direkt an einer Konsole des Raspi.

FTP

Hat man nun Daten auf dem Rechner und möchte man sie auf den Raspi kopieren, ist es sinnvoll, dies mittels FTP-Zugang zu machen. Dafür muss auf dem Raspi ein FTP-Server laufen.

Zur Installation von proftpd (in meinen Augen am sinnvollsten) gibt man

sudo apt-get install proftpd

ein.

Die Konfiguration startet dann automatisch und man wird nach der Variante gefragt. Hier wählt man „standalone“.

img


Hinweis:

Es kann sein, dass bei der verwendeten Version von Raspbian der Konfigurationsdialog (from inetd / standalone) nicht erscheint. Das ist dann kein Problem und kann ignoriert werden.


Nun ist es zunächst nur möglich, sich als „pi“ mit dem bekannten Passwort einzuloggen… man hat aber nur Zugriff auf sein Home-Verzeichnis, um dort Dateien hochzuladen oder von dort herunterzuladen. Später, wenn wir den Webserver Apache installieren, müssen die Daten aber ins Verzeichnis (in der Standard-Konfiguration) „/var/www“ hochgeladen werden. Um eine entsprechende Einrichtung kümmern wir uns, wenn Apache installiert wurde.

Im nächsten Teil kümmern wir uns um die Installation und Einrichtung des Webservers Apache und der Skriptsprache PHP.